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Umwelt und Grünflächen

Parkanlagen und innerstädtische Grünflächen

Für die Bewohner der Stadt Lage sind Grünzüge oder Parkanlagen eine Möglichkeit, Rückzugsorte zum Zweck der Erholung aufzusuchen.  Für Besucher können diese zur Orientierung dienen um eine Stadt kennen zu lernen.

Der Sedanplatzeine historisch gewachsene parkähnliche Grünfläche, ist eng verbunden mit dem Bahnhof in Lage. Der Park wurde Anfang des 20. Jahrhundert zusammen mit dem Neubau des Bahnhofs angelegt. Er sollte die mit der Bahn ankommenden Gäste freundlich empfangen. Der ursprünglich intensive Blumenschmuck ist zurückgefahren worden, aber die vor gut 100 Jahren angepflanzten Bäume sind überwiegend noch vorhanden und prägen den gesamten Platz.

So hat Lage, neben dem Sedanplatz  als „Tor zur Stadt“ vom Bahnhof aus, weiere kleine Parkanlagen. Dazu  gehören der  historischen Plaßplatz und der Friedenspark, der ehemals der erste Friedhof  von Lage außerhalb des Kirchhofes war. Eine größere Grünfläche mit Aufenthalts- und Erholungscharakter befindet sich  am Technikum, eine ehemalige Ingenieursschule, die heute die Volkshochschule und die Musikschule beherbergt. Auf ihr steht eine beeindruckende Platane, die zurecht als Naturdenkmal geschützt ist.

Geht man weiter in Richtung des Flusses Werre, so kommt man an dem Platz der Deutschen Einheit vorbei, auf dem ein Gedenkstein an die Wiedervereinigung Deutschlands erinnert.

An der Werre  ist die historische Stätte »Alte Burg«  wieder offen gelegt worden, die ab dem 17. Jahrhundert  Standort  der Verwaltung von Lage war und deshalb auch „Alte Vogtei“ genannt wird. 

Im Nordosten der Kernstadt befindet sich der Jüdische Friedhof Lage. Er hat in Lippe eine besondere  Bedeutung,  da auf  ihm nachweislich bereits 1715 bestattet wurde. Heute ist die Grünfläche ein Kleinod mit über 120 alten Grabsteinen.

Ebenfalls der Erholung dienen Fußwege, die aus der Kernstadt in unseren Naturraum hinausführen. Besonders hervorzuheben dabei ist der Lagenser Stadtwald. Sein ca. 50 ha großes Areal liegt im Nordwesten der Stadt.

Durch die mit Altbäumen begrünten Straßen Eichenallee und Goetheweg bilden eine direkte Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Waldgebiet. Viele Spaziergänger, aber besonders auch Gruppen, die sich sportlich betätigen, nutzen das intensive Wegesystem im Stadtwaldbereich. Auch ökologisch ist der Stadtwald mit seinem Baumartenreichtum, der Obstwiese, den zahlreichen gesicherten Altbäumen und bewusst zur Anschauung stehen gelassenen Totholzbäumen von großem Interesse.

Kindergärten und Schulklassen können in unserem Stadtwald aktiv und bewusst Naturprozesse beobachten und erfahren. In den letzten Jahren ist die Geschichte des Stadtwaldes auch historisch durch Ehrenamtliche aufgearbeitet worden. Dazu ist eine Broschüre erstellt worden.

Der Werrewanderweg beginnt im Zentrum der Stadt  an der Kreuzung Lange Straße/ Friedrich-Petri- Straße , nahe dem Gelände der „Alten Burg“, und führt nach Nord-Westen in ein Naherholungsgebiet mit mehreren  renaturierten Kiesteichen. Insbesondere der Werresieksee lädt zu einem Spaziergang ein, da der Rundweg von ca.  2,5 km Länge gut zu schaffen ist.

Süd-östlich der Kernstadt macht die Werre einen großen Bogen rund um unser Schul- und Sportzentrum am Werreanger. Auch dort verläuft flussbegleitend ein sehr beliebter Fußweg, der in der freien Landschaft über das Gelände des sogenannten Armkamp zur Ottenhauser Straße führt. Diese Anbindung führt direkt bis nach Ottenhausen zum Golfplatz.