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17.12.2019

Erstes E-Fahrzeug für den Fuhrpark der Stadt Lage

Nationale Klimaschutzinitiative stellt Fördergelder zur Verfügung

Die Stadt Lage freut sich, das erste Elektroauto in den städtischen Fahrzeugbestand aufnehmen zu können. Die Beantragung der Fördergelder erfolgte durch eine interkommunale Zusammenarbeit mehrerer lippischer Kommunen.  Finanziell unterstützt wird die Anschaffung durch die Nationale Klimaschutzinitiative, die Mittel bereitstellt, um die kommunalen Fuhrparks auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umzustellen.

„Wir freuen uns sehr, ein erstes E-Auto in unseren Fahrzeugbestand aufnehmen zu können. Im Sinne der klimaneutralen Mobilität haben wir als Kommune eine Vorbildfunktion. Mehr denn je wird es in den nächsten Jahren darum gehen, die zunehmende Mobilität auf eine ökologisch tragfähige Basis zu stellen“, so Bürgermeister Matthias Kalkreuter.

Das erste E-Dienstfahrzeug für die Stadtverwaltung kann bereits mit Strom „betankt“ werden. Mitentscheidend für die Umweltfreundlichkeit von Elektrofahrzeugen ist die Frage, wie der Strom, der aus der Steckdose kommt, hergestellt wird. „An unserer Ladestation beziehen wir über den lokalen Energieversorger zertifizierten Ökostrom, d. h. aus Photovoltaik-Anlagen oder aus den Blockheizkraftwerken, die überall im Netzgebiet liegen“, sagt Klimaschutzmanager Timoteus Peters.

„Zukünftig soll durch eine eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Bauhofes zusätzlich Strom erzeugt werden, diese wird dann praktisch den Treibstoff für unser Auto liefern“, rechnet Beigeordneter Thorsten  Paulussen vor. Die Stadt Lage hat schon in der Vergangenheit auf zahlreichen Dächern städtischer Gebäude Photovoltaik-Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung installiert.

Um den neuen Dienstwagen in der Praxis intensiv zu nutzen, steht das E-Fahrzeug, ein Renault Kangoo Z.E, den Mitarbeiter des Bauhofs  in der täglichen Arbeit zur Verfügung. Wer den Kastenwagen einmal ausprobiert, der stellt schnell fest, dass das Fahren Spaß macht. Das Auto läuft geräuschlos und lässt sich sehr gut bewegen. Zwei Stunden etwa dauert es, um das Fahrzeug zu 80 Prozent aufzuladen. Die Reichweite beträgt je nach Belastung 100 bis 300 Kilometer, dann muss das Auto wieder an die Steckdose.

Der städtische Klimaschutzmanager ist überzeugt davon, dass das gegenwärtige Autofahren sich ändern wird, denn Luftverschmutzung und die übervollen Straßen erfordern zwangsläufig ein Umdenken.

Zur Aufladung von E-Fahrzeugen befinden sich gegenwärtig drei Ladesäulen in der Lagenser Innenstadt, eine hinter dem historischen Rathaus am Marktplatz und zwei weitere Ladesäulen auf dem Parkplatz am Drawen Hof. Dort sind die technischen Voraussetzungen geschaffen, zehn weitere Ladesäulen zu installieren, wenn ein entsprechender Bedarf besteht.

Zur Information:

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen.

Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.