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18.06.2020

FELIKS-Willkommensbesuche in Lage - und dann kam Corona ..

Seit nunmehr elf  Jahren gibt es in der Stadt Lage die sog. „FELIKS-Willkommensbesuche“ für Familien mit neugeborenen Babys. Die Abkürzung FELIKS bedeutet: Für Eltern in Lage – Information, Kommunikation,  Service.

Die Eltern aller neugeborenen Babys erhalten ca. drei Monate nach der Geburt einen Brief von Bürgermeister Matthias Kalkreuter in dem er den Eltern gratuliert und einen  sog. Willkommensbesuch durch eine Mitarbeiterin anbietet. Bisher mussten sich die Eltern selbst um einen Termin bemühen, doch seit Januar diesen Jahres ist es für die Familien deutlich einfacher geworden den Willkommensbesuch in Anspruch zu nehmen. Sie erhalten direkt im Anschreiben des Bürgermeisters einen konkreten Besuchstermin. Dieser kann selbstverständlich verschoben oder auch abgesagt werden, sollte kein Interesse bestehen.  Zu dem Besuch bei der Familie zu Hause bringt die Mitarbeiterin eine Tasche mit neuen, überarbeiteten Informationen zur kindlichen Entwicklung, Betreuungsmöglichkeiten, Spielgruppen u.v.m. mit.  Außerdem enthält die Tasche ein Geschenk für das Baby und einen Gutschein für einen Schwimmbadbesuch mit der ganzen Familie in einem Lagenser Bad. Viel wichtiger als Geschenke erscheint jedoch oft  das „offene Ohr“ der Mitarbeiterin für die Geschichte der Familie. Die neutrale Ansprechpartnerin, die keine Erwartungen an die Familie stellt, ermöglicht häufig ein Gespräch über Ängste, Trauer oder auch sog. „Tabuthemen“.  Auf Wunsch der Eltern kann ein Kontakt zu Beratungs- oder anderen Unterstützungsangeboten hergestellt werden.

Organisiert und teilweise auch selber durchgeführt werden die Willkommensbesuche seit August 2019 von Nina Kunz, Netzwerkkoordinatorin „Frühe Hilfen“. Doch bevor es nach der organisatorischen und inhaltlichen Umstellung so richtig losgehen konnte, ereilte uns die Corona-Pandemie. Nicht zwingend erforderliche Kontakte mussten eingestellt werden. So auch die Willkommensbesuche. Zum aktuellen Stadtbild gehören nun FELIKS-Taschen an den Haustürklinken der Familien (siehe Foto). Die Eltern erhalten auf diesem Weg - trotz der Kontaktsperre - alle Informationen und haben zusätzlich die Möglichkeit ein Beratungsgespräch mit Frau Kunz zu den Inhalten der Taschen oder auch über andere Fragen zum Thema „Familien mit kleinen Kindern“  per Telefon oder im Rathaus zu führen. Beim Verteilen der Taschen kam es zu zufälligen Begegnungen mit einigen Familien. Die Resonanz war positiv. Sie waren dankbar für die „Notlösung“ und freuten sich auf die Inhalte. Wann wieder ein persönlicher Besuch bei den Familien stattfinden kann ist leider noch unklar.

Quelle: Stadt Lage - Der Bürgermeister - Öffentlichkeitsarbeit