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15.05.2022

Gemeinsamer Einsatz für die Belange der Fußgänger

Verkehrsministerin Brandes überreicht Urkunde für den „Fußverkehrscheck 2022“

Im Rahmen ihrer Klimaschutzaktivitäten hat es sich die Stadt Lage zur Aufgabe gemacht, einen besonderen Fokus auf klimafreundliche und zukunftsfähige Möglichkeiten einer nachhaltigen Mobilität im ländlichen Raum zu setzen. Neben der Zugehörigkeit zur Klimakampagne OWL erhielt  die Stadt Lage im März dieses Jahre zusammen mit fünf weiteren lippischen Kommunen anlässlich ihres Beitritts zum Zukunftsnetzwerk OWL durch NRW Verkehrsministerin Ina Brandes ihre Beitrittsurkunde zum Mobilitätsverbund. Dieses landesweite Netzwerk unterstützt Städte und Gemeinden nachhaltige Mobilitätskonzepte zu entwickeln und umzusetzen.

Verkehrsministerin Ina Brandes reiste am 12. Mai persönlich nach Lage, um Bürgermeister Matthias Kalkreuter eine weitere Urkunde für die Stadt Lage zu überreichen. Ende 2021 hatte sich die Stadt Lage als eine von 32 Kommunen für den „Fußverkehrscheck 2022“ beworben, ein Unterstützungswettbewerb des Landes NRW in Kooperation mit dem Zukunftsnetz Mobilität. Zwölf Bewerber kommen insgesamt in den Genuss einer Verfahrensbegleitung des Landes, darunter auch die Stadt Lage. „Sie können stolz darauf sein, dass Sie ausgewählt wurden“, stellte die Ministerin bei ihrem Besuch in Lage heraus.

Ina Brandes erklärte, sie sei „begeisterte Fußgängerin“ und ihr liege der Fußverkehrs-Check sehr am Herzen liege. Bis 2019 hätten die Belange des Fußverkehrs nicht unbedingt im Fokus der Landesregierung NRW gestanden, das habe sich durch die genannte Aktion nun geändert.

Als ausgewählte Kommune für den „Fußverkehrscheck 2022“ besteht für Lage nun die Möglichkeit, ausgewählte Fußgängerwege in Lage einer Stärken-Schwäche-Analyse zu unterziehen. Begleitet wird sie darin von einem Planungsbüro. Zum Abschluss bekommt jede teilnehmende Kommune eine Auswertung und Handlungsempfehlungen. Die Umsetzung ist freiwillig, Das Zukunftsnetzwerk Mobilität NRW berät die Kommunen auf Wunsch auch zur Generierung möglicher Fördermittel.

„Als Schnittpunkt von zwei Bahnstrecken und zwei Bundesstraßen haben Verkehr und Mobilität seit jeher eine große Bedeutung in Lage. Mit dem Fußverkehrs-Check nehmen wir die schwächsten Verkehrsteilnehmer in den Blick und leisten damit einen Beitrag zur Verkehrswende“ erläuterte Bürgermeister Matthias Kalkreuter die Intention der Stadt Lage.

Schon in der kommenden Woche werden erste Begehungen unter Beteiligung von Interessenvertretungen sowie Bürgerinnen und Bürgern in der Lagenser Innenstadt starten. Ziel ist herauszufinden, wo sich Gefahrenstellen für Fußgänger/innen befinden, Barrierefreiheit fehlt und/oder Verbesserungen im Sinne der Wegesteuerung notwendig sind. 

Für die vorzunehmende Stärken- und Schwächen-Analyse hat die Stadt Lage vier Schwerpunkte für den Fußverkehrs-Check ausgewählt. Der Fußgängerbereich am Werreanger wird unter Berücksichtigung der Themen Freizeit und Einkaufen im Augenschein genommen. Auch die Wegeführung für Fußgänger/innen vom Bahnhof in Richtung Innenstadt soll unter die Lupe genommen werden. Der Weg vom Bürgerpark in der Eichenallee ist nach Ansicht der Verwaltung für Fußgänger/innen sicherer zu gestalten, da beim Weg in die Innenstadt die Überquerung der Bundesstraße eine Gefahrenquelle darstellt. Des Weiteren ist vorgesehen, die Nutzung des LIMO-Services in Lage, ein On-Demand-Angebot als ÖPNV-Modellprojekt der Kommunalen Verkehrsgesellschaft Lippe, zu untersuchen. Wie die Menschen ihre Haltestellen, insbesondere auch in den Lagenser Ortsteilen erreichen, soll in diesem Fall in Erfahrung gebracht werden.

Erste Workshops unter Beteiligung der Bürgerschaft und Interessevertreter/innen sowie mit Mitgliedern aus Politik und Verwaltung sind für die zweite Jahreshälfte 2022 geplant. Danach beginnt in Kooperation mit dem vom Ministerium beauftragten Planungsbüro die Erstellung eines Maßnahmenplanes mit Prioritätensetzung. Die dafür entstehenden finanziellen Aufwendungen der externen Begleitung durch ein Planungsbüro in Höhe von 15.000 Euro übernimmt das Land NRW.

 „Mobilität ist für unsere Stadt Lage ein wichtiges Thema. Im Sinne der CO2-Reduzierung suchen wir alternative und zukunftsfähige Formen der Fortbewegung im öffentlichen Raum. Im Bereich des Ausbaus des ÖPNV und der Fahrradwege sind zahlreiche Projekte schon auf den Weg gebracht. Wir freuen uns, durch die Teilnahme am „Fußverkehrscheck 2022“ nun auch die Fußverkehrswege in unserer Stadt in den Fokus nehmen zu können“, freut sich Bürgermeister Kalkreuter über die Teilnahme der Stadt Lage an der Aktion des Landes NRW.

Quelle: Stadt Lage - Der Bürgermeister - Öffentlichkeitsarbeit