Direkt zu:
01.09.2020

Schülerinnen des Gymnasium durch August-Kluckhohn-Stiftung ausgezeichnet

Ausarbeitung über die Entwicklung des Straßenbaus und der Verkehrsführung in Lage

Die drei Schülerinnen Rawandouz Belal, Leja Lier und Florentine Skopp der Klasse 8b des Gymnasiums Lage freuten sich sichtlich über die Gratulationen anlässlich der diesjährigen Preisübergabe der August-Kluckhohn-Stiftung. Sie hatten sich unter dem Titel „Straßenbau und Verkehrsführung rund um den Lagenser Marktplatz 1924 – 1985“ mit der Veränderung des Straßenverkehrs in der Lagenser Innenstadt beschäftigt und waren damit einem Aufruf des Stiftungsrates zur Einreichung von Arbeiten zur Lagenser Stadtgeschichte gefolgt. Der Stiftungsrat hatte die Ausarbeitung der drei  jungen Lagenserinnen als diesjährigen Preis der Stiftung auserkoren.

Bürgermeister Matthias Kalkreuter in seiner Funktion als Vorsitzender des Stiftungsrates hieß die jungen Preisträgerinnen sowie die Herren Kluckhohn und Dr. Hüls als Mitglieder des Stiftungsrates neben weiteren Gästen zur Veranstaltung zur zehnten Preisübergabe im LAGENSER FORUM sehr herzlich willkommen.

Das Stadtoberhaupt berichtete, dass der Stiftungsrat zur diesjährigen Preisverleihung neue Wege gegangen sei und Schülerinnen und Schüler der Lagenser weiterführenden Schulen im Rahmen eines Projektaufrufs zur Teilnahme aufgerufen habe. Drei Themen standen zur Ausarbeitung zur Verfügung, eines davon war das Thema „Verkehr“, welches die drei jungen  Preisträgerinnen in ihrer Ausarbeitung aufgegriffen hatten. „Bislang wurde stets wissenschaftliches Arbeiten prämiert. In diesem Jahr sind wir neue Wege gegangen und bewusst auf Schülerinnen und Schüler zugegangen, um junge Menschen  für Stadtgeschichte zu begeistern“, so der Bürgermeister.

Die drei Schülerinnen stellten die Ergebnisse ihrer Nachforschungen im Rahmen einer Präsentation den Anwesenden vor. In Abschnitten von jeweils zehn Jahren verdeutlichten sie anhand von Fotos und Erläuterungen die Lagenser Verkehrsentwicklung, angefangen mit der Diskussion über die Verlängerung der Straßenbahnlinien Detmold-Pivitsheide zum Lagenser Bahnhof in den 1920er Jahren bis hin zur Neugestaltung der Lagenser Innenstadt in den 1980er Jahren.

Sie machten deutlich, wie das Verkehrsgeschehen sich über die Jahrzehnte veränderte und entwickelte. Waren die 1940er Jahre noch durch ein Mangel an Reifen und Kraftstoff geprägt, die eine Wiederaufnahme des Straßenverkehrs erschwerte, entstanden in den 1960er Jahren erste Grundkonzepte der Verkehrsplanung. Mit dem Bau der Hochstraße und der Umgehungsstraßen (B66 und B239) wurden in den 70er-Jahren bedeutende Straßenbaumaßnahmen umgesetzt. Wichtige Projekte der 80er-Jahre waren die verkehrliche Entlastung der Innenstadt durch Umlegung der Bundesstraßen sowie eine Neugestaltung und Verkehrsberuhigung des Marktplatzes und der Bergstraße.

Dr. Hüls als Mitglied des Stiftungsrates berichtete, dass die Ausarbeitungen der jungen Mädchen die Entscheider der Stiftung überzeugt hätten. Er dankte darüber hinaus Daniel Hitzing, der als Lehrer des Gymnasiums Lage die drei Schülerinnen in ihren Nachforschungen unterstützt hatte. „Das Stiftungsgremium hätte sich gefreut, wenn mehr Lagenser Schulen sich für eine Teilnahme interessiert hätten“, stellte Dr. Hüls fest.  

Bürgermeister Matthias Kalkreuter gratulierte den drei Gymnasiastinnen, überreichte ihnen einem Blumenstrauß und jeweils ein Preisgeld in Höhe von 150 Euro. Das Engagement des Gymnasiums Lage honorierte die August-Kluckhohn-Stiftung mit einem weiteren Preisgeld in Höhe von 450 Euro, welches auch im Rahmen der Veranstaltung überreicht wurde.

Die Ausarbeitungen der Preisträgerinnen ist dem nebenstehenden Link zu entnehmen.

Zur Information:

Der im zweijährigen Turnus durch die Stiftung zu vergebene Preis der August-Kluckhohn-Stiftung wird an Personen verliehen, die sich im Sinne der Stiftungsgeberin Anneliese von Tannstein, geb. Kluckhohn, verdient gemacht haben. Ihr Anliegen war es, durch die Stiftung, im Sinne ihres Vaters, wissenschaftliche Arbeiten sowie Ausstellungen, die sich mit der Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Stadt Lage sowie der Geschichte bedeutender Lagenser Familien befassen, zu fördern.

Quelle: Stadt Lage - Der Bürgermeister - Öffentlichkeitsarbeit