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Namenserklärung für Kinder

Leistungsbeschreibung

Namenserklärung für Kinder

 

  • Vorname des Kindes
  • Familienname des Kindes
  • Spätere Namensänderungen
  • Öffentlich-rechtliche Namensänderung

Vorname des Kindes

Bei gemeinsam sorgeberechtigten Eltern erteilen die Eltern gemeinsam den oder die Vornamen; bei allein sorgeberechtigten Müttern erteilt die Mutter dem Kind  den oder die Vornamen.

Die Vornamensgebung ist mit der Beurkundung der Geburt abgeschlossen. Bedenken Sie bitte, dass ein einmal beurkundeter Vorname nicht mehr geändert werden kann.
Zwei mit einem Bindestrich verbundene Vornamen gelten als ein Vorname.

Familienname des Kindes

Die folgenden Hinweise beziehen sich auf Kinder, die ausschließlich die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Bei Fragen zur Namensführung in ausländischen Rechten nehmen kontaktieren Sie uns bitte. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass hier nur Informationen zu einfach gelagerten Sachverhalten gegeben werden können. Erkundigen Sie sich bitte persönlich bei uns, wenn Sie spezielle Fragen zur Namensführung Ihres Kindes haben.

Ersterwerb

Sind Sie verheiratet und führen einen gemeinsamen Familiennamen (Ehenamen), erhält Ihr Kind diesen Ehenamen kraft Gesetzes  als Geburtsnamen. Falls ein Elternteil durch Hinzufügung einen Doppelnamen führt, geht dieser nicht auf das gemeinsame eheliche Kind über.

Sind Sie verheiratet und führen keinen gemeinsamen Namen oder Sie sind nicht verheiratet, haben aber eine gemeinsame Sorgeerklärung abgegeben, müssen Sie nach der Geburt Ihres Kindes gemeinsam bestimmen, welcher Elternteil seinen aktuell geführten Familiennamen an das Kind weitergibt. Die Bestimmung ist für alle weiteren Kinder bindend. Können Sie sich nicht einigen, überträgt das Familiengericht das Bestimmungsrecht einem Elternteil. Durch Ihre Unterschriften auf der Geburtsanzeige bestätigen Sie den dort bestimmten Familiennamen Ihres Kindes.

Wenn die Mutter des Kindes zum Zeitpunkt der Geburt das alleinige Sorgerecht hat, erhält das Kind kraft Gesetzes den Familiennamen der Mutter. Unter bestimmten Voraussetzungen kann im Nachhinein auch der Familienname des Vaters erteilt werden, siehe hierzu unter „Spätere Namensänderungen“.

Namenserteilung

Der allein sorgeberechtigte Elternteil kann dem Kind den Familiennamen des anderen Elternteils erteilen. Die Erteilung bedarf der Zustimmung des anderen Elternteils. Bitte bringen Sie einen aktuellen Nachweis über das alleinige Sorgerecht (Negativbescheinigung oder Sorgerechtsbeschluss) mit.

Neubestimmung des Familiennamens nach Begründung der gemeinsamen Sorge

Wird eine gemeinsame Sorge erst begründet, wenn das Kind bereits einen Namen führt, so kann der Name des Kindes binnen einer Frist von 3 Monaten (Ausschlussfrist!!) neu bestimmt werden. Bitte legen Sie einen Nachweis über die gemeinsame Sorge (Sorgeerklärung, Sorgerechtsbeschluss oder Eheurkunde) vor.

Namensänderung des Kindes nach Eheschließung der Eltern

Bei Eheschließung im Inland wird das Standesamt des Geburtsortes des Kindes automatisch von der Eheschließung der Eltern informiert. Sofern sich mit der Eheschließung der Name eines Elternteils ändert und diese Änderung Auswirkung auf den Geburtsnamen des Kindes hat, wird dies im Geburtseintrag des Kindes vermerkt.

Die Eheschließung im Ausland müssen die Eltern durch Vorlage der Original-Heiratsurkunde (international oder mit deutscher Übersetzung), evtl. mit Legalisation oder Apostille versehen, selbst dem Standesamt mitteilen. Oft muss für die Eltern und das Kind eine Erklärung zur Namensführung abgegeben werden. Näheres siehe nachfolgendes Merkblatt "Eheschließung im Ausland":

 Einbenennung des Kindes in eine Stieffamilie

Der Elternteil, dem die elterliche Sorge für ein unverheiratetes Kind allein oder gemeinsam mit dem anderen Elternteil zusteht, und sein Ehegatte, der nicht Elternteil des Kindes ist, können dem Kind, das sie in ihrem gemeinsamen Haushalt aufgenommen haben, durch Erklärung ihren Ehenamen erteilen.

Wenn der andere Elternteil auch sorgeberechtigt ist oder wenn das Kind seinen Namen führt, ist es erforderlich, dass der andere Elternteil der Einbenennung zustimmt. Kann die Zustimmung des anderen Elternteils nicht beigebracht werden, kann diese unter Umständen durch das Familiengericht (Amtsgericht) ersetzt werden.

Mitwirkung des Kindes

Kinder ab 14 Jahren müssen die Namenserklärung selbst abgeben, bedürften dazu aber der Zustimmung des gesetzlichen Vertreters.

Wichtiger Hinweis für alle Namenserklärungen/Unwiderruflichkeit

Beachten Sie bitte unbedingt:

Alle Namenserklärungen sind unwiderruflich. Sie können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Auch das Kind hat später keine Möglichkeit, zum ursprünglichen Namen zurückzukehren.

Form

Für alle Namenserklärungen ist die Öffentliche Beglaubigung vorgeschrieben. Erklärungen mit Vollmacht o. Ä. sind nicht möglich, das bedeutet: Der Erklärende muss die Erklärung höchstpersönlich vor der Urkundsperson abgeben..

Gebühren

Die Grundgebühr für eine Namenserklärung beträgt 30 €. Höhere Gebühren können zum Beispiel bei Auslandsbeteiligung erhoben werden.

Links zu weitergehenden (Fach-)informationen / Formularen / Broschüren