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30.07.2020

Übergangwohnheime in der Bredestraße werden saniert

Beseitigung von Brandschutzmängeln und Renovierung der Küchen und sanitären Anlagen

Vor zwei Wochen hat die Firma „Wimmelbücker Abbruch“ mit den Sanierungsarbeiten der Übergangswohnheime der Stadt Lage in einem ersten Bauabschnitt mit dem Objekt in der Bredestraße 1 begonnen. Vorgesehen ist eine Sanierung der Häuser in der Bredestraße 1 und 5 und  der Jahnstraße 10, die der Unterbringung von Flüchtlingen und Personen ohne Obdach dienen. Die Gebäude weisen aus brandschutztechnischer Sicht gravierende Mängel auf. Eine Nutzung der Dachgeschosse war aus diesen Gründen bereits untersagt worden.

Bei einem Termin vor Ort verschafften sich Bürgermeister Matthias Kalkreuter, Beigeordneter Thorsten Paulussen und Petra Lesemann vom Fachteam Gebäudemanagement zusammen mit dem bauleitenden Architekten Lulzim Maliqi und Mitinhaber Andreas Rimkeit vom Architekturbüro Rimkeit und Wendler einen Eindruck vom Stand der Bautätigkeit.

Zweiter Rettungsweg aus Brandschutzgründen notwendig

In dem sich in der Sanierung befindlichen Gebäude der Bredestraße 1 werden neben der Beseitigung von elektrischen und technischen Problemen ein nach Brandschutz vorgeschriebener zweiter Rettungsweg in Form einer innenliegenden Treppe eingebaut und die Küchen und sanitären Anlagen, die einer Gemeinschaftsnutzung dienen, renoviert. Im Erdgeschoss entstehen barrierefreie Räumlichkeiten, da sich im Gebäude kein Fahrstuhl befindet.

Die beiden Gebäude der Bredestraße 5 und der Jahnstraße 10 werden im zweiten Bauabschnitt zu einem Objekt zusammengefasst. Da beide Häuser über ein Treppenhaus verfügen,  besteht dort nicht die Notwendigkeit, einen zweiten Rettungsweg zu schaffen.

Rat der Stadt Lage hat der Maßnahme seine Zustimmung erteilt

Bürgermeister Matthias Kalkreuter wies beim Ortstermin darauf hin, dass die Baumaßnahme im Vorfeld intensiv mit der Politik erörtert wurde und der Rat der Maßnahme seine Zustimmung erteilt habe. Die Sanierung erfolge im laufenden Betrieb. Man habe das Objekt freigezogen, indem die dort wohnhaften rund 30 Personen, im Regelfall alleinstehende Männer, für die Zeit der Bauarbeiten in anderen Unterkünften in Heiden, Hörste, in der Bredestraße und am Bahnhof Ehlenbruch untergebracht wurden. „Die Notwendigkeit der Sanierung ist dringend geboten. Durch die gestartete Renovierung wollen wir die weitere Nutzung dieser Gebäude sicherstellen. Die Gebäudesanierung ermöglicht auch, die Häuser zu parzellieren, indem verschiedene Wohneinheiten für Frauen, Frauen mit Kindern, Männer und Familien geschaffen werden. Für Familien werden zukünftig kleine Wohnungen zur Verfügung stehen“, so der Bürgermeister.

Gebäude waren intensiver Beanspruchung ausgesetzt

Beigeordneter Thorsten Paulussen erläuterte, dass die Gebäude, welche von außen keinen schlechten Eindruck vermitteln, einer intensiven Beanspruchung ausgesetzt gewesen seien, die vor allem innerhalb der Gebäude Spuren hinterlassen habe. „30 Jahre sind nicht spurlos an den Gebäuden vorbeigegangen. In der Flüchtlingskrise haben hier bis zum 240 Personen aus sehr verschiedenen Kulturkreisen gewohnt“, so der Beigeordnete. Petra Lesemann, Fachteamleiterin Gebäudemanagement, berichtete, dass anschließend dort rund 120 bis 150 Personen untergebracht waren. Ursprünglich waren die Gebäude für Spätaussiedler errichtet worden, mit großen Zimmern und Gemeinschaftsräumlichkeiten.

Fertigstellung der Gesamtmaßnahme Ende 2021

Die mit der Planung und Bauleitung der Sanierung beauftragt Architekten teilten mit, dass sie sich mit den Ausschreibungspaketen an den Sitzungen der zu beteiligenden politischen Gremien orientieren, um die Vergaben im Rahmen der Preisbindungsfrist vornehmen zu können. Des Weiteren seien sie bestrebt, große Gewerke aufgrund des bis zum Jahresende verminderten Mehrwertsteuersatzes noch in diesem Jahr abzurechnen.

Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen rund 2,3 Millionen Euro und sind in den Haushaltsplänen der Jahre 2020 und 2021 eingeplant. Der erste Bauabschnitt mit der Sanierung der Bredestraße 1 wird voraussichtlich im März 2021 beendet sein. Eine Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist für Ende 2021 vorgesehen. Dann stehen in der Bredestraße Unterbringungsmöglichkeiten für bis zu 170 Personen zur Verfügung.

Quelle: Stadt Lage - Der Bürgermeister - Öffentlichkeitsarbeit