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14.06.2022

Aufnahmequote in Lage ist zu 170 Prozent erfüllt

Die Stadt Lage erklärt einen Aufnahmestopp für weitere Flüchtlinge aus der Ukraine. Voraussichtlich ab August steht mit dem Heinrich-Hansen-Haus in Hörste ein Objekt mit mehr als 70 Zimmern zur Unterbringung zur Verfügung.

Die in Lage zur Verfügung stehenden räumlichen Kapazitäten für Neuankommende aus der Ukraine sind derzeit ausgeschöpft, deshalb wird die Stadt Lage zunächst keine weiteren Ukraine-Flüchtlinge mehr aufnehmen können.

„Wir müssen leider einen Aufnahmestopp erklären, da eine geordnete Aufnahme und Unterbringung bei einem Zuzug weiterer Menschen aus der Ukraine derzeit nicht mehr gegeben ist. Die Stadt Lage hat die Zuzugsquote momentan zu 170% erfüllt. Damit liegen wir in der Belegungsquote mit an der Spitze in Nordrhein-Westfalen“, stellt Bürgermeister Matthias Kalkreuter heraus.

In der Sammelunterkunft am Werreanger stehen derzeit mit rund 80 Bewohner/innen keine weiteren räumlichen Kapazitäten für Neuzuzüge mehr zur Verfügung. Damit sind aktuell in Lage ankommende Menschen aus der Ukraine an die Landesaufnahmestelle in Bochum zu verweisen. Für Personen, die bereits melderechtlich erfasst sind und aus privaten Unterkünften kommend eine Unterbringung suchen, wird die Stadt Lage versuchen individuelle Lösungen zu finden. Ausnahmen sind möglich bei dem Zuzug naher Angehöriger bereits registrierter Ukrainer/innen.

Mit der Firma Tönnies, die das ehemalige Heinrich-Hansen-Haus in Hörste erworben hat, um dort eigene Mitarbeiter zu schulen, konnte die Stadt Lage eine Vereinbarung erzielen, dass in dem neu renovierten ehemaligen Gewerkschaftshaus bald Flüchtlinge aus der Ukraine einziehen. Ein Bezug des Hauses Anfang August ist derzeit wahrscheinlich.

„Der Rat der Stadt Lage hat in seiner Sitzung in der vergangenen Woche einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung,  das ehemaligen Heinrich-Hansen-Haus zunächst für ein Jahr anzumieten, um dort – sobald die restlichen Arbeiten am Gebäude abgeschlossen sind –Flüchtlinge aus der Ukraine unterzubringen, zugestimmt. Bedingung des Rates war es, dass Betreuungspersonen dort rund um die Uhr vor Ort sind, um im Notfall zu helfen, auch im Sinne des vorgeschriebenen Brandschutzes“, erläutert Bürgermeister Matthias Kalkreuter.

Die momentan in der Sammelunterkunft am  Werreanger untergebrachten Menschen können somit in einigen Wochen nach Hörste umziehen. Dort stehen insgesamt 70 Zimmer,  jeweils mit eigenem Sanitärbereich, weitere Schulungsräume und auch ein Küchenbereich zur Verfügung.

Quelle: Stadt Lage - Der Bürgermeister - Öffentlichkeitsarbeit