Direkt zu:
27.05.2022

Lage, Lemgo und Leopoldshöhe: LEADER geht in die zweite Runde

Am 1. Januar 2023 startet der neue LEADER-Förderzeitraum unter dem Motto "Gemeinsam machen" , 2,7 Millionen Euro Fördermittel stehen in den kommenden fünf Jahren zur Verfügung, laufende Projekte werden in 2022 zum Abschluss gebracht,  zusätzlich wurden 90.000 Euro  für die Übergangsphase bewlilligt

Der Jubel ist groß in Lage, Lemgo und Leopoldshöhe: Die LEADER-Region „3L in Lippe“ hat den Zuschlag für die LEADER-Förderperiode ab 2023 erhalten. Nach mehr als 80 erfolgreichen Projekten und über 3 Millionen Euro Fördermitteln seit 2015 geht es für die drei Kommunen damit in die zweite Runde.

2,7 Millionen Euro Fördermittel können in den kommenden fünf Jahren in gute Ideen für den ländlichen Raum vor der Haustür umgesetzt werden. Das Motto „Gemeinsam machen“ war dabei schnell gefunden: „Das ‚Machen‘ ist ganz klar, denn wir haben Handlungsbedarf, sei es beim demographischen oder beim Klimawandel, bei der Gesundheitsversorgung oder bei den globalen Vernetzungen oder Abhängigkeiten. Und unsere Erfahrung als kommunales Trio hat in den letzten Jahren eindeutig gezeigt: Gemeinsam geht alles viel besser“, erklärt Regionalmanagerin Susanne Weishaupt.

Konsequent ist das umgesetzt in der Strategie, die der LEADER-Region in ihrer Arbeit künftig zugrunde liegt: Aus einer Lokalen Entwicklungsstrategie ist eine Regionale Entwicklungsstrategie geworden. In Online-Workshops mit den Bürgerinnen und Bürgern, Interviews mit Fachleuten und der Auswertung einer Online-Plattform wurden Handlungsfelder und Projektideen dazu ausgearbeitet. Nachhaltig, resilient und klimafreundlich sollen die Projekte sein und in die vier Handlungsfelder passen: Lebensqualität und Daseinsvorsorge gewährleisten, regional wirtschaften und arbeiten, Klima und Umwelt zukunftsfähig entwickeln und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Bildung und Kultur unterstützen.

Die drei Bürgermeister Matthias Kalkreuter, Markus Baier und Prof. Dr. Martin Hoffmann sind sich einig: „Unser Dank für die erneut erfolgreiche Bewerbung als LEADER-Region geht vor allem an die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe und an die vielen Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren Meinungen und Ideen die erfolgreiche Wiederbewerbung mitgestaltet haben. Wir haben nun eine große Chance in unseren Händen, als Städteregion noch mehr zusammen zu wachsen und unseren ländlichen Raum zu gestalten. Gleichzeitig möchten wir die Vereine und Organisationen vor Ort aufrufen, ebenfalls diese Chance zu ergreifen. LEADER ist nicht nur für die Kommunen gut, sondern auch für die Menschen vor Ort und die ehrenamtlichen Strukturen. Wir würden uns sehr freuen, wenn in der nächsten Förderperiode noch mehr ehrenamtliche Projekte unterstützt würden.“

Erste konkrete Projektideen gibt es schon, vom Klimawald bis hin zur Schaffung eines Intersektoralen Gesundheitszentrums, Kultur für junge Menschen, oder einem Nahmobilitätskonzept. Auch OWL-weite Kooperationen sind geplant, darunter vor allem zur Jugendbeteiligung, der ländlichen Mobilität sowie der Gesundheitsversorgung vor Ort, der Steigerung der regionalen Wertschöpfung und mehr. Außerdem überlegen die Kommunen, wie man als gestandene LEADER-Region die örtlichen Vereine und andere ehrenamtliche Organisationen noch mehr darin bestärken kann, die Antragstellung erfolgreich zu meistern.

Am 1. Januar 2023 startet der neue Förderzeitraum. Bis dahin hat „3L in Lippe“ noch einiges zu tun. Neben formellen Vorbereitungen stehen auch die Abschlüsse der Projekte aus der laufenden Förderperiode an. In Lage ist das die Stadtwaldhütte, in Lemgo der Treffpunkt Südstadt und in Leopoldshöhe die Themen Umweltbildung auf dem Heimathof sowie Piratenschiff. Zusätzliche 90.000 Euro hat die LEADER-Region für die Übergangsphase erhalten. Hiervon sollen dieses Jahr noch zwei weitere LEADER-Projekte angeschoben werden.

Quelle: Stadt Lage - Der Bürgermeister - Öffentlichkeitsarbeit