Klimafolgenanpassung
Die Anzahl heisser Tage nimmt auch in Lage zu. Worauf Sie achten sollten, erfahren Sie in der Broschüre ICH SETZE ETWAS GEGEN HITZE.
Temperaturen von mehr als 30 Grad können dem menschlichen Organismus ernsthaft zu schaffen machen. Besonders in der Innenstadt, wo sich heiße Luft staut, sollten Sie die gesundheitlichen Gefahren nicht unterschätzen. Die Temperaturunterschiede zwischen Plätzen im Stadwald und auf dem Rathausplatz können erheblich sein. Hitzespots in praller Sonne sollte man möglichst meiden.
Hitzeperioden kann die Stadt Lage nicht verhindern. Gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern können wir jedoch vorsorgen. In dieser Broschüre geben wir Ihnen dazu ein paar Tipps.
Ebenso wichtig wie der Schutz des Klimas, ist es, sich rechtzeitig an die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels anzupassen. Hitzeperioden, Starkregen und längere Trockenzeiten stellen uns alle vor neue Herausforderungen. Diese können wir nur gemeinsam bewältigen: Politik, Verwaltung und die gesamte Bürgerschaft.
- Grundsatz: Bunt statt Grau
Eine einfache Regel lautet: Begrünung statt Versiegelung.
Jede nicht versiegelte Fläche und jede Pflanze wirkt im Sommer wie eine natürliche Klimaanlage. Durch Beschattung und Verdunstung wird die Umgebung gekühlt. Gleichzeitig kann Regenwasser besser versickern, wodurch die Kanalisation bei Starkregen entlastet wird. Vermeiden Sie bitte sogenannte „Steingärten“. Tipps und Anregungen für eine bunte und insektenfreundliche Gestaltung finden Sie in unserer Broschüre „Bunt statt Grau“.
- Dach- und Fassadenbegrünung
Gründächer und begrünte Fassaden sind bewährte Maßnahmen der Klimaanpassung. Sie reduzieren Hitze, verbessern die Luftqualität, binden Regenwasser und fördern die Artenvielfalt. Ob Ihr Gebäude grundsätzlich für eine Dachbegrünung geeignet ist, können Sie im Gründachkataster Lippe prüfen.
- Gärten und Vorgärten: Lebensräume statt Schotterflächen
Ein bepflanzter Vorgarten leistet mehr, als man denkt. Bäume, Sträucher und Blumen sorgen für Schatten und Kühlung. Diese dienen gleichzeitig Lebensraum und Nahrung für Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten.
- Versiegelte Flächen reduzieren
Jede entsiegelte Fläche zählt! Besonders Innenhöfe, Stellplätze, Terrassen oder Zufahrten lassen sich oft einfach zurückbauen. Falls eine befestigte Fläche weiterhin benötigt wird, empfehlen sich durchlässige Beläge wie Schotterrasen, Rasengittersteine oder poröse Pflaster.
- Wasserflächen und Gestaltungselemente
Teiche, Brunnen oder kleine Wasserspiele verbessern das Mikroklima. Sie kühlen die Umgebung und steigern gleichzeitig die Aufenthaltsqualität im Garten oder Hof.
- Helle Farben gegen Hitze
Auch die Farbwahl von Fassaden und Belägen spielt eine Rolle. Helle Oberflächen reflektieren Sonnenstrahlen und speichern weniger Wärme. So heizt sich die Umgebung im Sommer nicht unnötig auf.